Mit Gott auf der Bühne

Bühnenerfahrung sammelte Johanna Berki bereits als Kind.  Neben ihrer Tätigkeit als Sängerin moderiert sie heute Kulturevents, Opern und Konzerte auf ORF III. Abseits der Scheinwerfer ist sie ehrenamtlich im Einsatz für andere.

© APA-Images / Andreas Tischler

Johanna Berki

Geboren 1989, aufgewachsen in Wien und Niederösterreich, entdeckte sie früh ihre Liebe und ihr Talent zum Gesang. Zweimal gewann sie den Wettbewerb „prima la musica“ Niederösterreich in der Sparte Sologesang. Sie studierte an der Universität für Musik und Darstellende Kunst. Als Sopranistin führten sie Auftritte auf große Bühnen in Deutschland, Frankreich, Italien und Japan. Seit 2021 arbeitet sie bei ORF III. Dort moderiert sie die Sendung „Erlebnis Bühne“ und nimmt das Publikum in Beiträgen für „Kultur Heute“ hinter die Kulissen von Musikproduktionen mit.

„Der Glaube spielt in meinem Leben eine zentrale Rolle, weil ich ihn überall dabeihabe. Der Glaube ist mein Leben und mein Leben ist mein Glaube.“

„Ich glaube, man ist mit Gott immer verbunden. Wenn man ihn in den Mittelpunkt stellt, beginnt man ihn auch im Alltag zu spüren.“

„Meine Mutter hat mit mir von klein auf jeden Abend gemeinsam gebetet. Nach meiner Erstkommunion hatte ich den starken Wunsch, wirklich jeden Sonntag in die Heilige Messe zu gehen. Das war nicht immer möglich, aber heute ist es zum Selbstverständnis geworden.“

„Ich hatte eine wunderbare Religionslehrerin in der Schulzeit, die uns Kindern den Glauben greifbar gemacht hat.“

„Die Heilige Mutter Teresa ist mir seit meiner Volksschulzeit ein großes Vorbild der Nächstenliebe. Ich bin ehrenamtlich im Malteser Hospitaldienst aktiv, weil wir als Gemeinschaft ganz konkret für Kranke, Arme und Einsame da sein dürfen. Man bekommt sehr viel geschenkt von diesen Begegnungen.“

„Ich spreche morgens ein freies Gebet, abends bete ich so oft ich es schaffe die Komplet und wenn ich zu einem Drehort fahre, bete ich gemeinsam mit der Holy-App den Rosenkranz. Ich bete auch vor Fernsehaufzeichnungen oder kurz bevor ich auf die Bühne gehe und sage: ‚Herr, sorge du.‘“

„Gemeinschaft im Glauben ist ganz wichtig. Zum einen, weil wir in unserem Gegenüber Gott erkennen und ihm dienen dürfen; zum anderen, weil wir alle einen gemeinsamen Vater haben und man sich auf einer tieferen Ebene aufeinander verlassen kann.“

„In jeder Beziehung hadert man auch manchmal. Es gehört dazu, mit Gott zu hadern und das ist völlig normal und wichtig. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn man dieses Hadern ehrlich vor Gott bringt und auch mit einem Geistlichen darüber spricht, man im Glauben enorm wachsen kann.“

Fotos: ORF Günther Pichlkostner, Malteser Hospitaldienst Austria, privat, APA-Images / Andreas Tischler

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